GESCHENKE AUS DER VERGANGENHEIT

Begeben Sie sich in der Ausstellung „Geschenke aus der Vergangenheit“ auf eine Reise 7000 Jahre zurück in die lokale Geschichte von Køge.

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Wer sind wir heute? Wer waren wir gestern? Und warum sind wir zu dem geworden, was wir sind?

Dies sind einige der großen Fragen des Lebens, denen wir uns in „Gaben der Vergangenheit“ widmen und die wir zu beantworten versuchen. Hier betrachten wir die Gaben, die uns unsere Vorfahren hinterlassen haben – sei es unsere Kleidung, unsere Lebensweise oder unsere Denkweise.

Die Ausstellung reicht von den Bestattungsritualen der Jungsteinzeit bis zum Hochzeitskleid Ihrer Urgroßmutter. Drei unserer besten Forscherinnen und Forscher haben jeweils einen eigenen Ausstellungsbereich. Hier können Sie sehen, wie sie in ihrem jeweiligen Fachgebiet forschen.

INGE CHRISTENSEN

Es spielt keine Rolle, welche Kleidung du bei deiner Hochzeit trägst. Das ist heute egal, und es war auch egal, als deine Ururgroßmutter lebte.

Deshalb erforsche ich die Kleidung, die wir im Laufe der Geschichte bei Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungen getragen haben. Neben der Betrachtung der Kleidung selbst und ihrer Herstellung untersuche ich auch, wie gesellschaftliche Entwicklungen in den Bereichen Gesetzgebung, Technologie, Mode, Handel, Wirtschaft, Medizin, soziale Verhältnisse und lokale Bräuche die Kleidung, die wir tragen, beeinflusst haben.

Für meine Recherchen kann ich in den großen Zeitschriften des Museums blättern, aber Sie können mir auch helfen. Ich bin nämlich sehr daran interessiert zu sehen, wie Sie sich zu Ihrer Hochzeit oder Ihre Ururgroßmutter zu ihrer gekleidet haben.

Die Kleidung, die wir für die großen Ereignisse des Lebens anfertigen, sagt viel über die Zeit und die Gesellschaft aus, in der wir leben. Und das war schon immer so.

CHRISTOFFER BUCK PEDERSEN

Vor 7.000 Jahren wurden acht Menschen an dem Ort bestattet, der heute Strøby Egede heißt. In dem Grab lagen vier Frauen und vier Männer im Alter von 0 bis 50 Jahren. Das Grab wurde 1986 vorsichtig geöffnet. Seitdem lag das etwas makabre Grab friedlich in seiner Vitrine im Museum von Køge und gab nur wenig über seine spannende Geschichte preis. Bis jetzt. Denn in meinem Beitrag zur Ausstellung „Geschenke aus der Vergangenheit“ werde ich versuchen, so viel wie möglich über das Grab von Strøby Egede herauszufinden.

Heute können deutlich mehr Fragen beantwortet werden als noch 1986. Wie im Rest unserer Gesellschaft hat sich auch in den Naturwissenschaften eine enorme Entwicklung vollzogen.

Wie alt ist das Grab? Sind die Bestatteten woanders als in Strøby Egede aufgewachsen? Wo genau liegen ihre Gräber im Verhältnis zu ihrem Wohnort? In welchem ​​Verhältnis stehen die Bestatteten zueinander? Handelt es sich um eine Familie, die sorgsam bestattet wurde? Woran sind sie gestorben? Dies sind nur einige der Fragen, die meine Mitarbeiter und ich in den kommenden Jahren zu beantworten und in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu veröffentlichen versuchen. Wir laden Sie herzlich ein, sich an dieser Arbeit zu beteiligen.

ANNA SEVERINE BECK

Unsere Häuser bestehen nicht nur aus Ziegeln und Mörtel, sondern auch aus dem Traum von einem guten und erfüllten Leben. Dieser Traum ist einem ständigen Wandel unterworfen, und das schon seit den ersten Behausungen der Menschheit.

Da wir die Menschen der Vergangenheit aus gutem Grund nicht mehr nach ihren Träumen befragen können, werden die von ihnen erbauten Häuser zu einer wichtigen Quelle, um ihre Gedanken und Träume zu verstehen. In meinem Forschungsprojekt kartiere ich die Häuser und Siedlungen der Wikingerzeit, um die Entwicklung ihrer Architektur nachzuvollziehen.

Meine Studien zu Wikingerhäusern werden uns hoffentlich neue Perspektiven auf die Wikingerzeit und insbesondere auf ihre Menschen eröffnen. Gleichzeitig können wir auch mehr über unsere heutige Bau- und Lebensweise lernen, indem wir unsere Architektur mit der der Wikingerzeit vergleichen.

Deshalb können Sie unter anderem in meinem Teil der Ausstellung mit mir den Modeexperten und Autor Jim Lyngvild besuchen, der seine eigene moderne Version eines Wikinger-Langhauses gebaut hat.