WOLF, GOLD & GÖTTER
Erleben Sie Jim Lyngvilds 12 faszinierende Tresorporträts von Ghita Nørby, Ane Halsboe-Jørgensen, Sanne Salomonsen und anderen.
Erleben Sie Jim Lyngvilds 12 faszinierende Tresorporträts von Ghita Nørby, Ane Halsboe-Jørgensen, Sanne Salomonsen und anderen.
Wir haben das Køge Museum in einen experimentellen Raum für Debatten und Wissensaustausch verwandelt. In Zusammenarbeit mit Jim Lyngvild haben wir eine Ausstellung geschaffen, die den Asatru-Glauben interpretiert. Wir tun dies mit kritischem Blick und viel Fantasie – denn Fantasie, Fakten und wissenschaftlich fundierte Interpretation gehen Hand in Hand, wenn Geschichte geschrieben werden soll.
Die Suche nach Artefakten in der Vergangenheit ist nur ein kleiner Teil der Arbeit von Archäologen. Ein viel größerer Teil besteht darin, die Funde in ihren Kontext einzuordnen. Wie sah das Leben vor tausend Jahren aus? Vieles ist fast spurlos verschwunden – Bräuche, Traditionen, Gedanken, Glaubensvorstellungen, Gewohnheiten. Daher ist jeder Fund nur ein kleines Puzzleteil in einem sehr großen Ganzen, das wohl nie vollständig zusammengesetzt sein wird. Es bedarf Interpretation und Vorstellungskraft, um die fehlenden Teile zu ergänzen, und Archäologen können sich darüber, wie ein Teil aussehen sollte oder in welche Richtung es zeigen sollte, stark uneinig sein. Vielleicht passen sie ja gar nicht zusammen …?
In „Vølver, guld og guder“ betreten wir voller Neugier die Werkstatt der Archäologen und beteiligen uns an der Arbeit. Wir laden alle herzlich ein, sich an der Diskussion über die laufenden Forschungen zu beteiligen. Jeder darf mitmachen, und es gibt keine dummen Fragen oder Überlegungen. Es ist förderlich für die Forschung, von außen mit einem „Was wäre wenn …?“ konfrontiert zu werden. Nicht etwa, weil Archäologen keine Fantasie hätten. Es ist ihre Rolle als Wissenschaftler, die sie daran hindert, diese zu entfalten – zumindest nicht vollumfänglich. Denn Wissenschaft braucht Beweise. Geschichte braucht Spekulationen, Ideen und Interpretationen.
Für die Ausstellung hat uns der Künstler und Designer Jim Lyngvild unterstützt, der mit seinem umfassenden historischen Wissen und seiner ausgeprägten Kreativität verschiedene Situationen aus der Wikingerzeit neu interpretiert hat. Wir haben mehrere Archäologen gebeten, sich mit Lyngvilds alternativer Geschichtsauffassung auseinanderzusetzen. In kurzen Videoclips, die in der Ausstellung zu sehen sind, können Sie ihre Gespräche darüber verfolgen, wann und warum Interpretation notwendig ist. Sie erfahren außerdem, wie Forscher Fakten und Interpretationen in Einklang bringen und warum beides untrennbar miteinander verbunden ist, wenn wir zu tieferen Erkenntnissen gelangen wollen.
Es ist sowohl das Recht als auch die Pflicht eines Museums, sich selbstkritisch mit der eigenen Forschung auseinanderzusetzen. Deshalb haben wir im obersten Stockwerk des Museums einen neuen Vortragssaal eingerichtet, zu dem wir zu Gesprächen und Diskussionen einladen werden. Wir sind überzeugt: Je mehr Menschen sich an der Diskussion über unsere Forschung beteiligen, desto klüger werden wir alle.
Die Ausstellung ist mit der Wikingerfestung Borgring verbunden, die 2014 nur einen Steinwurf vom Køge Museum entfernt entdeckt wurde. Die Festung wurde von Harald Blauzahn als Symbol für die Christianisierung Dänemarks erbaut. Die Ausstellung in der Wikingerfestung Borgring führt die Geschichte fort und beleuchtet den Übergang vom Asatruismus zum Christentum und zur Zentralmacht.
Die Ausstellung wird von AV-HUSET A/S gesponsert.
AV-HUSET A/S verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Beratung, dem Vertrieb, der Installation und der Vermietung von AV-Lösungen für Museen, Unternehmen, Hotels usw. Wir legen Wert auf unkonventionelle und innovative Qualitätslösungen, die Ästhetik und Design gleichermaßen berücksichtigen.
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