EMPIRE FARM
Betreten Sie Steges altes Kaufmannshaus und eines der markantesten historischen Häuser der Stadt, in dem heute das Møns Museum untergebracht ist.
Betreten Sie Steges altes Kaufmannshaus und eines der markantesten historischen Häuser der Stadt, in dem heute das Møns Museum untergebracht ist.
Mitten in Stege, direkt am Mühlentor, liegt Empiregården – einer der markantesten und traditionsreichsten Kaufmannshöfe der Stadt. Heute beherbergt das Gebäude das Møns Museum, doch die Geschichte des Hauses reicht weit zurück und umfasst unternehmungslustige Kaufleute, das Handelsleben, Ställe, Holzöfen, Mauern aus Steinblöcken, Pionierinnen und einen Brand, der den Hof für immer veränderte.
Die Geschichte von Empiregården beginnt in den späten 1770er Jahren, als an diesem Ort ein großer, rechteckiger Kaufmannshof errichtet wurde. Damals diente ein Kaufmannshof als Laden, Wohnhaus, Lagerhaus und Bauernhof in einem. Der Besitzer lebte hier, die Familie arbeitete hier, und es gab Pferde, Kühe, Hühner und ein ansehnliches Stück Land.
Bis 1922 prägten Kaufleute und Handwerker Empiregården und das Leben in Stege. Der Bauernhof passte sich den Entwicklungen der Zeit an: von einem mit der Landwirtschaft verbundenen Handelshaus zu einem modernen Lebensmittelgeschäft, dessen Wirtschaft nicht mehr auf den Feldern, sondern auf den wachsenden Warenmengen basierte, die auf den alten Dachböden und in den soliden Scheunen gelagert wurden.
1813 ließ der Kaufmann Hendrich Krænchel das ursprüngliche Vorderhaus teilweise abreißen, um das heute noch stehende Hauptgebäude zu errichten. Das elegante Haus – inspiriert vom Empirestil der Zeit – wurde im östlichen Teil als Wohnhaus eingerichtet. Im westlichen Teil befand sich später ein Laden mit eigenem Eingang, wie wir von einer erhaltenen Schießscheibe aus dem Jahr 1837 wissen.
Das Hauptgebäude war mit seinen Proportionen und seiner Gestaltung eines der markantesten Stadthäuser Steges und steht noch heute als eindrucksvolles Zeugnis für den Handel und den Wohlstand der Stadt im frühen 19. Jahrhundert.
Der Großbrand im März 1836 veränderte den Bauernhof dramatisch. Große Teile des Vorderhauses, der Seitenhäuser und des Hinterhauses wurden zerstört. Das sechsachsige Fachwerkhaus westlich des Hauptgebäudes – der einzige erhaltene Teil des Bauernhofs aus den 1770er Jahren – wurde zur Hälfte beschädigt, aber rasch wiederaufgebaut. Auch das Hinterhaus und das westliche Seitenhaus wurden wiedererrichtet.
Die aus Felsblöcken bestehende Mauer, die das Gelände der Farm im Westen begrenzt, wurde erstmals 1811 erwähnt, könnte aber deutlich älter sein. Sie ist nach wie vor ein ursprüngliches, schönes und beinahe zeitloses Element in der Geschichte der Empire Farm.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Funktion des Bauernhofs. Die Landwirtschaft ging zurück, und die Gebäude wurden zunehmend als Lagerhäuser, Vorratskammern und Werkstätten genutzt. Ein neues Nebengebäude aus dem Jahr 1888 beherbergte die Küche und die Finanzabteilung, während andere Gebäude zu Ställen, einem Schlachthof oder Lagerräumen umgebaut wurden.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beherbergte Empiregården sowohl ein Tuborg-Depot als auch etwas weitaus Ungewöhnlicheres: die Praxis und den Wohnsitz von Jensa Thøger Sørensen – einer der ersten Allgemeinärztinnen Dänemarks, die in den 1940er Jahren ihre Klinik im ersten Stock hatte.
1958 übernahm das Møns Museum offiziell Empiregården. Das historische Ambiente wurde bewahrt, und seit den 1970er Jahren wurden sowohl das Hauptgebäude als auch der Anbau umfassend restauriert, um den Erhalt des Gebäudes zu sichern.
Heute ist Empiregården weit mehr als ein Ausstellungsraum. Es ist Teil der Geschichte. Beim Betreten des Gebäudes taucht man ein in 250 Jahre Møn-Geschichte – auf den Spuren von Kaufleuten, Handwerkern, Händlern, Ärzten, Brauern und Museumsbesuchern. Ein Gebäude, das sich im Laufe der Zeit gewandelt hat, aber stets ein natürliches Zentrum des Lebens und der Aktivitäten in Stege war.
Der Eintritt kostet 65 DKK für Erwachsene und ist für Kinder frei. Mitglieder von Ældresagen zahlen 50 DKK . Alle Eintrittspreise finden Sie hier .
Ja, mit einer Eintrittskarte für das Møns Museum können Sie auch Mølleporten besuchen.
Nein. Das Møns Museum befindet sich leider im Empiregården, einem alten, denkmalgeschützten Gebäude mit mehreren Stockwerken und unterschiedlichen Ebenen zwischen den Räumen.
Frederick Landsmeer – Gast im Møns Museum