UNESCO-WELTERBE

Im Jahr 2023 wurde die Wikingerburg Borgring zusammen mit den anderen Ringburgen in Dänemark in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Die fünf dänischen Ringforts – Borgring, Aggersborg, Fyrkat, Nonnebakken und Trelleborg – wurden am 17. September 2023 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Eintragung erfolgte auf dem jährlichen Kongress des Welterbekomitees, der 2023 in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad stattfand.

Der Hintergrund für die Einbeziehung liegt darin, dass sie gemeinsam eine einzigartige Periode der Weltgeschichte repräsentieren, in der Skandinavien sich von einer heidnischen Kultur zu einem integrierten Bestandteil der christlichen Kultur Europas entwickelte.

Die Ringforts sind hier der physische Ausdruck der Wirren jener Zeit und ein einzigartiges ingenieurtechnisches Merkmal, das Dänemark als neues, geeintes Königreich kennzeichnet.

Alle fünf Burgen wurden zwischen 970 und 980 n. Chr. unter König Harald Blauzahn erbaut. Harald Blauzahn vereinigte das Königreich und bekehrte die Dänen zum Christentum, jedoch nicht ohne militärische Auseinandersetzungen. Um seine Macht zu sichern, errichtete er Militärstützpunkte, die seine Stärke im In- und Ausland demonstrieren sollten. Die Ringburgen sind somit Teil der Geschichte von Harald Blauzahns Bestrebungen, das Königreich zu vereinen und sich gegen den Druck des deutsch-römischen Reiches zu wappnen.

HINTERGRUND FÜR DEN ANSATZ ZUM UNESCO-WELTERBE

Die fünf dänischen Wikingerburgen Borgring, Aggersborg, Fyrkat, Nonnebakken und Trelleborg wurden aufgrund ihrer Geschichte und ihrer strengen symmetrischen und geometrischen Bauweise im Jahr 2021 in einer sogenannten Seriennominierung als UNESCO-Welterbestätten nominiert.

Ursprünglich sollte die Entscheidung über die Aufnahme 2022 auf dem jährlichen Weltkomitee-Kongress in Kasan, Russland, fallen. Aufgrund der Kriege in der Ukraine wurde die Entscheidung jedoch verschoben.